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Die 7 Weltwunder

Colloseum Rom, ItalienDie 7 Weltwunder gibt es inzwischen sogar dreimal, verteilt auf die 7 Weltwunder der Antike, die 7 neuen Weltwunder und die zuletzt im Internet und per Telefon gewählten 7 Naturwunder der Welt. Daneben existieren eine ganze Reihe anderer Listen mit Weltwundern, nicht zu verwechseln mit dem Welterbe der UNESCO, das auf Basis der Vorschläge der Mitgliedstaaten laufend erweitert wird.

Bis zur Wahl der 7 neuen Weltwunder im Jahre 2007 - ausgerufen durch Bernard Weber (Stiftung New 7 Wonders) - war  der Schriftsteller Antipatros von Sidon der letzte, der mit seiner Liste zu den 7 Weltwundern eine Art antiken Reiseführer rund und um das Mittelmeer und Vorderasien zusammenstellte. Dies war im 2. Jahrhundert vor Christus, also lange vor unserer Zeit. Deshalb spricht man heute auch von den 7 Weltwundern der Antike, von denen nur die Pyramiden von Gizeh in Ägypten den Lauf der Zeit überlebt haben. Man darf die 7 Weltwunder der Antike und die 7 neuen Weltwunder jedoch nicht verwechseln mit der Liste der UNESCO zum Welterbe, das nach Ansicht der UNESCO so einzigartig ist und eine besondere Symbolkraft für unsere Welt und unsere Menschheit besitzt, daß es mit dem Titel Weltkulurerbe oder Weltnaturerbe ausgezeichnet wird. Die UNESCO agiert hierbei auf Basis der Welterbekonvention aus dem Jahre 1972, das knapp 200 Staaten dieser Welt ratifiziert haben. Die Mitgliedstaaten haben sich darin verpflichtet, daß die aufgenommenen Stätten des UNESCO Welterbe unter besonderen Schutz gestellt werden und in ihrem Zustand zu erhalten sind. Weitere Kategorien des UNESCO Welterbe sind das Weltdokumentenerbe und das Immaterielle Welterbe, das u.a. besondere Ausdrucksformen der Kunst und des Handwerks schützt. Während die Liste des UNESCO Welterbe also aus staatlichen Entscheidungen hervorgegangen ist, wurden die 7 Weltwunder der Antike und die 7 neuen Weltwunder von den Menschen selbst ausgewählt, die nachfolgenden 7 Weltwunder der Antike sogar nur von einem Einzelnen:

  • Pyramiden von Gizeh,
  • Die hängenden Gärten der Semiramis zu Babylon,
  • Artemis-Tempel in Ephesos,
  • Standbild des Zeus zu Olympia,
  • Mausoleum von Halikarnassos,
  • Koloss von Rhodos in Griechenland und
  • Leuchtturm auf Pharos vor Alexandria.

Da die 7 Weltwunder der Antike - mit Ausnahme der Pyramiden von Gizeh - heute nicht mehr existieren, haben sie ihre ursprüngliche touristische Bedeutung verloren. Ganz anders die Liste der 7 neuen Weltwunder, die 2007 nach einer weltweiten Wahl im Internet der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt wurde. Inititator dieser Wahl der 7 neuen Weltwunder war die Stiftung New 7 Wonders, die von dem Schweizer Bernhard Weber ins Leben gerufen wurde. Zur Auswahl standen zunächst 200 Gebäude und Monumente, die in einer ersten Vorentscheidung auf eine Liste mit 77 Stätten reduziert wurde, aus der eine Jury mit sieben anerkannten Architekten 21 Finalisten auswählte. Im Ergebnis haben sich rund 90 Millionen Menschen für folgende 7 neuen Weltwunder entschieden:

  • Mayastadt Chichen Itza auf der Halbinsel Yucatán, Mexico;
  • Große Mauer in China;
  • Erlöserstatue Christo Redentor in Rio de Janeiro, Brasilien;
  • Kolosseum in Rom, Italien;
  • Inkastadt Machu Picchu in den Anden, Peru;
  • Felsenstadt Petra, Jordanien;
  • Taj Mahal, Indien.

Taj Mahal

Taj Mahal, Indien (CC by ndj5 / flickr.com)

Unter den weiteren Finalisten befanden sich folgende Bauwerke: Akropolis in Athen, Alhambra in Granada, Tempelanlage Angkor bei Siem Reap in Kambodscha, Eiffelturm in Paris, Freiheitsstatue in New York City, Hagia Sophia in Istanbul, Tempelanlage Kiyomizu Dera in Kyoto in Japan, Kreml in Moskau, Schloß Neuschwanstein im Allgäu in Deutschland, Steinfiguren auf den Osterinseln in Chile, Pyramiden in Ägypten, Steinkreise von Stonehenge in England, Sydney Oper in Australien und die Karawanenstadt Timbuktu im heutigen Mali.

Zahlreiche weitere Organisationen und Autoren fühlten sich durch die Liste der 7 Weltwunder der Antike ebenfalls animiert, Listen mit neuen Weltwundern dieser Welt zu erstellen, darunter auch die Liste der "Seven wonders of the modern world", die im Jahre 1995 von der American Society of Civil Engineers aufgestellt wurde. Darin enthalten sind folgende architektonische Meisterleistungen der modernen Welt, die bis zur Erstellung der Liste fertiggestellt wurden:

  • CN Tower (Toronto, Kanada),
  • Deltawerke (Niederlande),
  • Empire State Building (New York City, USA),
  • Euro-Tunnel (Ärmelkanal, Frankreich/Großbritannien),
  • Golden Gate Bridge (San Francisco, USA),
  • Itaipu-Staudamm (Brasilien/Paraguay) und
  • Panamakanal (Panama)

Auch die Stiftung New 7 Wonders war erneut tätig und rief weltweit zu einer Abstimmung über die 7 Weltwunder der Natur auf, deren Ergebnis am 11.11.2011 bekanntgegeben wurde.

  • Tafelberg in Südafrika,
  • Amazonas in Südamerika,
  • Iguazu Wasserfälle zwischen Argentinien und Brasilien, 
  • Puerto Princesa Subterranean River National Park auf den Phillipinen,
  • Vulkaninsel Puerto Jejudo in Südkorea,
  • Nationalpark und Insel Komodo in Indonesien und
  • Halong-Bucht in Vietnam. 

Zur Auswahl standen 28 einzigartige Landschaften rund um den Globus, darunter auch der Angel Wasserfall in Venezuela, die Fundy Bucht in Kanada, der Schwarzwald in Deutschland, Bu Tinah Insel in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Klippen von Moher in Irland, Totes Meer zwischen Israel, Jordanien und Palastina, El Yunque in Puerto Rico, Galápagos Inseln in Ecuador, Grand Canyon in den USA, Großes Barriere-Riff zwischen Australien und Papua-Neuguinea, Jeita-Grotte im Libanon, Kilimanjaro in Tansania, Inseln der Malediven, Masurische Seenplatte in Polen, Matterhorn zwischen Italien und der Schweiz, Milford Sound in Neuseeland, Schlammvulkane in Aserbaidschan, Sundarbans zwischen  Bangladesch und Indien, Tafelberg in Südafrika, Uluru in Australien, Vesuv in Italien und die Bergkette Yushan auf Taiwan. 

Die 7 Weltwunder dieser Welt


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